Immanuel Kant


Ist er nicht süß, der Kant?

 

Ehe. Die Ehe ist die “Verbindung zweier Personen verschiedenen Geschlechts zum lebenswierigen wechselseitigen Besitz ihrer Geschlechtseigenschaften”.

Die eine Person kann sich hier (im Geschlechtsgenuß) nur unter der Bedingung zur Sache machen, daß die andere sich ihr ebenfalls als solche gibt; denn nur so gewinnt sie wieder ihre Persönlichkeit. Das Verhältnis der Verehlichten ist ein Verhältnis der Gleichheit des Besitzes sowohl der Personen als der Güter. In der Ehe liegt ein “auf dingliche Art persönliches Recht” vor. [Metaphysik der Sitten, 1797-98]

Frau. Die Frau gehört (als Typus) zum “schönen”, der Mann (der Idee nach) zum “edlen” Geschlecht.

Das Gefühl für das Schöne überwiegt bei der Frau, das des Erhabenen beim Manne, worauf die Erziehung zu achten hat. Die Frau hat ebenso Verstand wie der Mann; es ist nur ein “schöner Verstand”, der des Mannes soll ein “tiefer Verstand” sein. “Mühsames Lernen oder peinliches Grübeln, wenn es gleich ein Frauenzimmer darin hoch bringen sollte, vertilgen die Vorzüge, die ihrem Geschlecht eigentümlich sind.” Das ernste Studium der Wissenschaften ist für die Frau insofern nicht geeignet, es würde ihre Reize schwächen. Die Tugend der Frau ist eine “schöne Tugend”, die des Mannes eine “edle Tugend”. Die Frau vermeidet das Böse, “nicht weil es unrecht, sondern weil es häßlich ist”, und tugendhafte Handlungen bedeuten bei ihr solche, die “sittlich schön” sind. “Nichts von Sollen, nichts von Müssen, nichts von Schuldigkeit.”

 

 

Siehe auch: Rudolf Eisler: Wörterbuch der philosophischen Begriffe

 

 

 

  1. #1 by French Interracial Amateur on 18. September 2009 - 02:49

    ehh… funny.

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